Auf dieser Seite findet Ihr
Informationen , die auf den
ersten Blick nichts mit einem
Didgeridoo zu tun haben ,
euch jedoch beim Kauf eines Didgeridoos
weiterhelfen können.


links ein Bambus Didge
rechts ein Instrument aus
Kunstharz

Beide Instrumente haben den
selben Grundton ( D 73,4 Hz)
Die Instrumente unterscheiden
sich jedoch ,bedingt durch
die unterschiedliche Bauform,
wesentlich im Klang, der Lautstärke und in den Trompetenton Frequenzen.

Infos zum Thema
Schalldruck
Schallpegeltabelle
Tonlage
Kauftips
 
Schalldruck
Tabelle
Tonlage
Infos
Die Lautstärke , bzw. der erzeugbare Schalldruck , ist extrem abhängig von der Bauform des Instrumentes. Jeder  fortgeschrittene  Didgespieler  sollte  sich  darum  überlegen: Spiele ich bei meinen Events mit oder ohne Mikro ? Bei Konzerten ohne Mikro ( z.B. Kneipe , Straßenmusik oder Baggerseefete mit Trommeln ) benötigt ihr ein Didge mit hohem Schalldruck .

Lautstärke , oder  genauer der Schalldruck , wird in Dezibel angegeben . Das Gehör  empfindet verschiedene Frequenzen jedoch unterschiedlich laut .( Tiefe Frequenzen empfindet man leiser !) Der so bewertete Schalldruck wird mit dB(A) angegeben.

Kleine Schallpegelunterschiede sind meist nur im direkten Vergleich erkennbar. Ein Unterschied im Schalldruckpegel von 10 dB (10 facher Schalldruck) wird als doppelte Lautstärke wahrge- nommen. Eine Schalldruckpegelzunahme von 20dB entspricht dem 100ertfachen Schalldruck (!!) und einer Vervierfachung des Lautstärkeempfindens.
 
Schalldruck
Tabelle
Tonlage
Infos
Übersicht: Geräuschkulisse > Schallpegel
Schallquelle Pegel(dB)A Empfindung
Bach , Fluss 40 eher leise
Gespräch 50 angenehm
Fußgängerzone 60 mäßig laut
Kneipe 70 laut
Trommeln (Djembe) 80 sehr laut
Rockkonzert 100 sehr sehr laut
Disco-Tanzfläche 120 Unterhaltung nicht möglich
Wie ihr erkennen  könnt wird  in einer  Trommelgruppe (mit Djembe und ohne Micro) ein extrem
lautstarkes Didgeridoo benötigt, damit Zuhörer und Spieler die ganze Bandbreite des Didgeridoo- spiels mitbekommen . Didgeridoos , die für diese Anforderungen in Frage kommen, erhält man in Holzbauform äusserst selten (Länge ca. 175  bis  200 cm, Innendurchmesser min.15cm).
 
Schalldruck
Tabelle
Tonlage
Infos
Grundton und Trompetenton

Entstehungsgeschichte

Die Lippen werden gegen den Rand des Trichtermundstücks gepreßt . Durch Überdruck entweicht die Luft  aus dem Mund . Die Luftimpulse  werden  am Rohrende reflektiert . Der  zurückkehrende
Impuls trifft von ausen auf die Lippen , presst  diese wieder zusammen und  unterbricht dadurch den Luftstom . Wird der Überdruck im Rachenraum wieder größer wie im Innenrohr widerholt sich das
ganze . Es entsteht  eine  periodische  Unterbrechung  des Luftaustritts aus dem  Mund . Durch  die Impulsfolge   entsteht    eine   stehende  Welle  im   angeschlossenen   Rohr . Diese   beeinflußt  die Schwingungsfrequenz der Lippen ( der am   Rohrende reflektierte Impuls synchronisiert durch seine Rückkehr das Öffnen der Lippen). Der Rhythmus der  zurückkehrenden  Impulse hängt ab von der jeweils  angeregten Eigenfrequenz des angeschlossenen Rohrs . Die Periodizität im Rohr steuert die  gleichfrequente  Periodizität  der  Lippenbewegung .  Deswegen  ist  es  unmöglich , stationäre Schwingungen zu erzeugen , die nicht zu den Eigenfrequenzen des Rohres gehören.
Was hat das mit einem Didge zu tun ??

Bei einem Didgeridoo verhält es sich genau wie bei einem Kunststoffrohr. Bläst  man in das Mund- stück hinein entsteht bei verschiedenen Frequenzen ein  besonders großer akustischer Widerstand , welcher es ermöglicht den Ton aufrecht zu erhalten ohne zuviel Luft zu verbrauchen.

Der größte akustische Widerstand entsteht  wenn der Grundton  angeblasen wird . Der akustische
Widerstand sollte auch bei Trompetentonfreqenzen (overblow) besonders  ausgeprägt sein , damit
die "Tuuts" sich sauber spielen lassen.

Wo die Frequenzen für die Trompetentöne liegen ist stark bauformabhängig . Bei einem ge- raden Rohr liegt der erste spielbare Trompetenton beim  dreifachen Wert der Grundfrequenz. Je ko- nischer  das  Rohr  ausgebildet ist , desto  kleiner  wird  der Abstand  zwischen Grundfrequenz  und Trompetenton.
 
Schalldruck
Tabelle
Tonlage
Infos