1.Grundton

4.Rhytmus

2.Stimmen

5.Overblow

3.Obertöne

6.Atemtechnik

 
Grundton Stimmen Obertöne Rhytmus Overblow Atemtechnik Spielanleitung

1.Grundton

Es wird entweder eine Seite oder die Mitte des Mundes locker an das Mundstück gelegt , so daß
etwa zwei Drittel der Lippen im Rohrinneren verschwinden (Schmollmund) . Dann bläst man leicht
und lässt die Lippen locker vibrieren . „Springt das Instrument an“,das heisst dringt ein lauter tiefer
Ton aus dem Didge , wurde der Grundton richtig getroffen . Die Zungenspitze liegt beim Anblasen
hinter den oberen Schneidezähnen ( wie bei einem „t“ oder „d“ ) . Das Anspielen immer mit einem
kräftigen “t“ oder „d“ beginnen , dann gelingt später die Rhytmuserzeugung viel besser.
Wenn ihr den Grundton beherrscht sind folgende Übungen zu empfehlen :
- Grundton spielen , Backen aufblasen und wieder zusammenpressen
- Grundton spielen , Unterkiefer nach unten bewegen und wieder schliesen (kauen)
Das Backenaufblasen bzw. das Kauen in unterschiedlichem Tempo ausprobieren.
Wichtig: Die Lippenstellung. Sie darf sich kaum verändern sonst reist der Ton ab.

 

Grundton Stimmen Obertöne Rhytmus Overblow Atemtechnik Spielanleitung

2.Stimmen

MP3.Demo

Mit dem  zusätzlichen Einsatz von Sprache bzw . der Stimme können  Ton  und Klang  moduliert
werden  . Auf dem Grundton wird eifach die Singstimme draufgesetzt . Singe einen oder mehrere
Töne die mit einem Vokal enden .zB. hu ,ha ,ho, la, lo ,hua ........ Verändere den Tonumfang sehr
stark von ganz hoch bis ganz tief . Versuche den gleichen Ton wie den Grundton zu singen und zu
halten . Die besten Effekte entstehen , wenn der Sington nahe dem Grundton liegt (oder dem viel-
fachen des Grundtones). Je besser der Grundton (oder das Vielfache davon ) getroffen wird , um
so langsamer werden die Schwebungen zwischen Grundton und Stimme.

Es ist alles erlaubt : singen , schreien , sprechen , Zungen-Rrr und Rachen-Rrr ( zB rrrriu ). Ebenso
lassen sich Tiergeräusche , z.B. das Bellen eines Hundes oder das Schreien eines Vogels imitieren .

 

Grundton Stimmen Obertöne Rhytmus Overblow Atemtechnik Spielanleitung

3.Obertöne

Die Obertöne sind etwas schwieriger , allerdings sehr effektvoll , wenn sie später in Rhytmen ein-
gebaut werden . Beginne mit dem Grundton . Die Ausgangsposition der Zunge ist ähnlich wie bei
einem j (wie jagen) und drückt gegen den Gaumen . Forme z.B. die Silben jaja , jüo , jeo , ju ect .
Zunge leicht verschieben bis die Töne deutlich hörbar sind. Probiere diesen Effekt auch wenn sich
die Zähne von Ober- und Unterkiefer berühren sowie mit geschlossenen und offenen Wangen.

 
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4.Rhytmus

Die meisten Rhythmen ergeben sich aus der Kombination Atmung, Wangendruck , Obertöne
(Zungenstellung) und dem Formulieren nicht gesprochener Silben

Für Rhytmen eignen sich besonders folgende Silben:
Di, Da, Do, Dou, Wou, Li,La, Lo, Gi, Ga, Go, Rri, Rra, Rro.....und Kombinationen derselben.
zum Üben:
Do     Daga Do     Di
Rro    Daga Do     Di
Dogo Daga Lo      Di
Do     Daga Dogo Di
Do     Daga Dogo Digi
Dogo Daga Do     Digi
Do     Daga Doro Di

 

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5.Overblow

So geht´s : angespielt ( ohne den Grundton ) wird der Overblow mit Unterstützung der Zunge. Stell
dir vor , Du hast Fingernägel gekaut und hast nun was auf der Zunge. Spucks aus .Was machst Du?
Die Zungenspitze liegt beim Anblasen zwischen den Lippen. Für den Trompetenton brauchst Du ein
höhere Lippenspannung  und   mehr  Druck aus dem Zwerchfell ( Atemmuskel ) . Die Unterlippe ist
minimal  nach  hinten gezogen . Nun wird mit viel Druck die Luft aus der Lunge herausgepresst .
(Bauch wird angespannt , Zwerchfell bewegt sich nach oben . )
Je nach Bauform sind bis zu 3 klare Trompetentöne spielbar.

 

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6.Atemtechnik

Während  Du mit der Luft aus deinen Wangen , durch deren Kontraktion , den Ton hältst , hast  Du
kurz Zeit um über die Nase einzuatmen . Da wir normalerweise nicht einatmen während wir die Luft
ausblasen , ist es sinnvoll zuerst mit einer Trockenübung zu starten.

Blase deine Wangen ganz auf , lass sie aufgeblasen und versuche jetzt durch die Nase ein -und aus-
zuatmen . Zweite Übung , mit offenem  Mund  durch die Nase ein - und durch den Mund ausatmen.
Merke dir dabei , wo und wie die Zunge den Rachen abschließt ( ähnlich einem G) .
Nächste  Übung , Backen aufblasen  ( wie ein Frosch ) , versuche  jetzt die  Luft mit hoher Lippen-
spannung aus den Wangen zu pressen und dabei gleichzeitig durch die Nase einzuatmen .
Im Prinzip ist das die Zirkularatmung !!!!

Das Gleiche probierst Du jetzt am Didgeridoo . Backen aufblasen , Luft herauspressen und gleich-
zeitig einatmen . Egal  ob am  Anfang der Grundton oder ein „ Pupston “ ensteht . Diese Wangen-
atmung  ist  Grundvoraussetzung um diverse andere Atemtchniken wie z.B. Kauatmung , Zungen-
atmung oder Kung-Atmung zu erlernen.

Wenn es nach intensiver Übung ( 2 Wochen täglich 5 Min. ) noch nicht klappt , empfiehlt sich die
Strohhalm-Methode. (nicht aufgeben!!)
Nimm einen Strohhalm und versuche möglichst gleichmäßig in einem Wasserglas Blasen zu erzeu-
gen . Je nachdem wie weit der Strohhalm in das Wasser eintaucht , kannst  Du mit  unterschiedli-
chen Druckverhältnissen üben.

Aber Vorsicht: Didgeridoo spielen macht süchtig !!

Grundton Stimmen Obertöne Rhytmus Overblow Atemtechnik Spielanleitung